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Das Glaspilz Projekt verdankt seine Entstehung einem Zufall. Auf der Suche nach Objektiven mit schönem Bokeh fand ich ein Meyer Primotar 135mm. Meyer Optik Görlitz war insgesamt ein Hersteller von recht mittelmäßigen Objektiven mit teils heftigen optischen Fehlern, die seinerzeit als Fehler und nicht als Kult gewertet wurden wie es heute üblich ist. Dies folgt dem Trend der Zeit, dass irgendetwas, was wir vor 30 Jahren als mittelmäßig empfanden, heute als ganz hip gilt. Dieses Primotar war vom Anbieter ehrlich beschrieben und wies deutlichen Glaspilz auf. Ich hatte keine Ahnung, wie Glaspilz sich auf die Abbildung auswirkt und erwarb es. Das Objektiv wurde dann mit diversen ebenfalls mediokren Kameras erprobt. Die Ergebnisse waren so überraschend gut, daß wir hier einige der Serien zeigen. An sich war angedacht, daß Objektiv nach einem oder zwei Filmen zu verkaufen oder wegzuwerfen. 

Es bleibt aber noch für eine Weile bei uns und wir züchten den Glaspilz weiter. 

Wir zeigen Ihnen hier einige der Arbeiten auszugsweise, die vollständig auch im Buchhandel erscheinen werden. 

                                     Rainer Strzolka im Oktober 2023




November bis Dezember 2021. Meyer Primotar 3,5/135. Trägerkamera Ricoh TLS 401. Fomapan 400 entwickelt in Rodinal 1:25. Photographien aus Hannover und Soderstorf





Januar bis Juni 2023. Meyer Primotar 3,5/135. Trägerkamera Praktica nova. Kentmere 100 entwickelt in Rodinal 1:25. Photographien aus Hannover